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KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK"

Regina 4

Die "Regina" war die erste
deutsche Schreibmaschine
nach dem Underwood-Prinzip.

Erscheinungsjahr: 1908
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Regina 4 (ab 1908)   Nächste Maschine>
     



 

Im Jahr 1902 erwarb die Eisengießerei und Maschinenfabrik Schilling & Krämer in Suhl (Thüringen) die Patente an einer Schreibmaschine, die Heinrich Schweitzer für die Schreibmaschinenfabrik Sundern Scheffer & Hoppenhöfer auf der Grundlage der Germania-Visible konstruiert hatte und stellte Heinrich Schweitzer als Ingenieur ein. Nach Überarbeitungen und Verbesserungen kam die Maschine 1904 unter der Bezeichnung "REGINA" auf den Markt.




 



 

Die "REGINA" war die erste deutsche Schreibmaschine nach dem Vorbild der "Underwood". Sie war als Sichtschriftmaschine mit Vorderaufschlag und einfacher Umschaltung konstruiert.


Wie ihr Vorbild hatte die "REGINA" ein stehendes Segment mit waagrecht davorliegenden Typenhebeln, sowie eine Universaltastatur. Die Typenhebel fielen nach dem Aufschlag durch ihr eigenes Gewicht in ihre Ausgangsstellung zurück, so daß Rückholfedern nicht erforderlich waren.


Die "Regina 4" kam im Jahr 1908 heraus. Die hier vorgestellte Maschine wurde im Jahr 1916, also während des ersten Weltkriegs (1914-1918) gebaut.




 

Als Besonderheit hatte die Regina einen hochklappbaren Wagen, was das Auswechseln des Farbbands und die Reinigung der Maschine erleichterte.

Abbildung rechts: Regina 4 mit hochgeklappten Wagen.




 
 

Die Eisengießerei Schilling & Krämer in Suhl in Thürningen war im Jahr 1863 durch die Gesellschafter Christian Schilling und Robert Krämer gegründet worden. Unternehmensgegenstand war ursprünglich insbesondere die Fabrikation von Maschinen und Werkzeugen für die Waffenherstellung. Im Jahr 1902 nahm die Gesellschaft als weiteren Geschäftszweig die Produktion von Schreibmaschinen hinzu und begann unter Heinrich Schweitzer mit der Konstruktion. In 1904 kam die erste "Regina" auf den Markt. Es folgten mehrere Modelle bis zur "Regina VII", die im Jahr 1923 herauskam. Den Vertrieb der Schreibmaschinen in Deutschland, Österreich und den angrenzenden Ländern hatte 1908 Keltz & Meiners in Berlin übernommen. In der Folge der Weltwirtschaftskrise von 1929 stellte Schilling & Krämer im Jahr 1932 die Schreibmaschinenproduktion ein.




 

Maschinendaten:
Bezeichnung: Regina 4
Technik: Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag u. einfacher Umschaltung
Besonderheit: Hochklappbarer Wagen
Erscheinungsjahr: 1908
Hersteller: Schilling & Krämer, Suhl (Thüringen)
Konstrukteur: Heinrich Schweitzer
Seriennummer: 13529
Baujahr: 1916




 
 

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Weitere Maschinen von Schilling & Krämer:
Regina VII
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Weitere Maschinen des Konstrukteurs Heinrich Schweitzer:
Rheinmetall, Urania
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Quellen: Rolf, Regina - "die erste europäische Schreibmaschine des Underwood-Typs", Historische Bürowelt 1996, Nr. 46; Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aufl. 1949 (Nachdruck Verlag Basten, Aachen 1981); Handbuch der Büro-Maschinen, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin 1928; Dingwerth, Die Geschichte der deutschen Schreibmaschinenfabriken, Band 2, Verlag Kunstgrafik Dingwerth GmbH, Delbrück 2008; Ulbrich, Kleine Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine, Fachbuchverlag GmbH Leipzig 1953; Scholz, Die Schreibmaschine und das Maschinenschreiben, Verlag Teubner, Leipzig und Berlin 1923; The Typewriter History & Encyclopedia, Typewriter Topics, New York 1923

(189S200076-0216-29.09.2016-0916)




 

- Sammlung Arnold Betzwieser -




 

(0916-3-823)