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KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK"

Kneist

Seltene deutsche Eintastermaschine
nach dem Vorbild der "Hall".

Erscheinungsjahr: 1893

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Kneist (ab 1893)   Nächste Maschine>
     



 

Die "Kneist" war ene frühe deutsche Eintastermaschine, die zwar nicht nach ihrem Aussehen, aber hinsichtlich der angewandten Technik sehr der von 1881 bis 1890 in den USA gebauten "Hall" ähnelte. Benannt war die "Kneist" nach Otto Kneist, Mitinhaber der Waagenfabrik "Wunder & Kneist" in Hannover, die die Maschine herstellte. Konstrukteure waren Otto Ferdinand Meyer und J. Funcke aus Berlin.

Wie bereits die "Hall" hatte die "Kneist" ein Zeichenfeld mit 9 Reihen mit jeweils 9 Löchern, in denen jeweils ein Zeichen zu sehen war. Unter dem Zeichenfeld befand sich eine Gummi-Typenplatte, worauf sich in entsprechender Anordnung 81 Typen befanden, die auf einem Farbkissen ruhten.




 



 

Zur Wahl des gewünschten Zeichens wurde ein an einem beweglichen Führungshebel angebrachter Stift in das entsprechende Loch der Zeichenplatte gesetzt. Dadurch wurde das entsprechende Zeichen der Typenplatte in die Druckposition gebracht und fixiert.




 

Beim Niederdrücken der einzigen Taste der Maschine erfolgte mittels eines Druckhammers, der von unten gegen das Papier schlug der Abdruck des gewählten Schriftzeichens auf dem Papier. Gleichzeitig wurde der Druckmechanismus um eine Zeichenbreite nach rechts gerückt. Der Abdruck des Schriftzeichens erfolgte im "Oberaufschlag" auf der Walze.




 
 

Der Verkaufspreis der "Kneist" lag bei 75 Mark. Trotz dieses im Vergleich zu Typenhebelmaschinen niedrigen Preises wurden nur wenige Maschinen verkauft, sodass die "Kneist" heute sehr selten ist.




 



 
Kneist (ab 1893)    
     



 

Maschinendaten:
Bezeichnung: Kneist
Technik: Eintastermaschine mit Typenplatte, Oberaufschlag
Erscheinungsjahr: 1893
Hersteller: Wunder & Kneist, Hannover
Konstrukteure: O.F. Meyer und J. Funcke




 
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Weitere Maschinen:
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Quellen: Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Aufl. 1949 (Nachdruck Verlag Basten, Aachen 1981); Müller, Schreibmaschinen und Schriften-Vervielfältigung, Verlag der Papier-Zeitung Carl Hofmann, Berlin 1900;
The Typewriter History & Encyclopedia, Typewriter Topics, New York 1923; Ulbrich, Kleine Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine, Fachbuchverlag GmbH Leipzig 1953; Adler, The Writing Machine, Georg Allen & Unwin Ltd., London 1973; Dingwerth, Historische Schreibmaschinen, Verlag Dingwerth, Verl 1993; Dingwerth, Historische Schreibmaschinen, Battenberg Verlag, Regenstauf 2008

(190S916860-1116-26.11.2016-1116)




 

- Sammlung Arnold Betzwieser -




 

(1116-1-649)