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KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK"

Orbis

Erste "Olympia" Nachkriegs-Portable,
entstanden während eines Rechtsstreits
um den Namen "Olympia".


Erscheinungsjahr: 1949
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Mit zahlreichen Mitarbeitern des Erfurter Olympia-Werks, die nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) aus der Sowjetischen Besatzungszone geflohenen waren, wurde 1946 nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Bielefeld die Schreibmaschinenfertigung im ehemaligen Marinelager Wilhelmshaven in Roffhausen aufgenommen. Da sowohl das neue westdeutsche Tochterunternehmen der AEG als auch das enteignete Erfurter Werk den bekannten Namen "Olympia" für sich beanspruchten, mußte der Internationale Gerichtshof in Den Haag entscheiden. Bis dahin firmierte das Wilhelmshavener Unternehmen als "Orbis Büromaschinen-Werke GmbH".

Nachdem im Jahr 1949 das Urteil gefällt wurde und dem westdeutschen Werk die Berechtigung zur Führung der Bezeichnung "Olympia" zugesprochen wurde, konnte 1950 die Umbenennung in "Olympia Werke West GmbH" erfolgen. Aus dieser Gesellschaft entstanden schließlich im Juni 1954 die "Olympia Werke AG" Wilhelmshaven, wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der AEG (Kurzabriß der Olympia-Unternehmensgeschichte siehe unter "Olympia Modell 7"). Das Erfurter Werk wurde umbenannt in "Optima Büromaschinen VEB" und produzierte in der DDR Schreibmaschinen unter der neuen Bezeichnung "Optima" (zur Unternehmensgeschichte der Optima-Werke siehe dort).




 

Als erste neue Schreibmaschine nach dem Neubeginn des Werks in Westdeutschland entstand die nach der damaligen Firmenbezeichnung benannte "Orbis", eine mittelgroße Portable, die sowohl als Reiseschreibmaschine als auch als Büroschreibmaschine für kleinere Betriebe geeignet war.




 
 

Die "Orbis" war eine Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag und einfacher Umschaltung. Sie hatte eine vierreihige Tastatur; die Umschaltung erfolgte durch Anhebung des Wagens.




 
 

Die Maschine kam 1949 auf den Markt und wurde bereits nach kurzer Zeit, nach der Entscheidung über den Namensstreit, unter der Bezeichnung "Olympia" (Modell SM 1) verkauft, die bis 1950 gebaut wurde und dann von der "Olympia SM 2" und ab 1952 von der "Olympia SM 3" abgelöst wurde.

Der Verkaufspreis der "Orbis" lag anfangs bei etwa 350 Deutsche Mark.



Abbildung unten: Schriften der "Orbis" aus einem Werbeprospekt um 1950.




 



 

Maschinendaten:
Bezeichnung: Orbis
Technik: Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag und einfacher Umschaltung
Erscheinungsjahr: 1949
Hersteller: Orbis Büromaschinenwerke GmbH, Wilhelmshaven
Konstrukteur:
Seriennummer: 5846
Baujahr:
1949


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Weitere Olympia-Maschinen:
Schreibmaschinen:
Olympia Modell 7, Olympia (Progress), Olympia SG1, Olympia SM3
Rechenmaschinen: Olympia Modell 132.160
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Quellen: Kunzmann, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro, Merkur-Verlag, Rinteln 1979; the typewriter database, www.tw-db.com 2007

(124SX00018-1007-07.10.2007-1007-0608)




 

- Sammlung Arnold Betzwieser -




 

(1113-1-3670)