Sie sind hier: Aktuelles Ausstellung Schreibmaschinen  
 AUSSTELLUNG
Schreibmaschinen
Hinweise
- Auswahl A - Z
Rechenmaschinen
- Auswahl A - Z
 AKTUELLES
Monats-Info
Tagesmeldungen
Einzelthemen
Ausstellung
Download
Schmunzelecke

KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK"

Oliver 5

Weit verbreitete amerikanische
Typenbügelmaschine.


Erscheinungsjahr: 1907

>>




 
 



 
Oliver 5 (ab 1907)   Nächste Maschine>
     



 

Erfinder und Namensgeber dieser Maschine war der Methodistenprediger Thomas Oliver (Abbildung rechts), der sich seit 1888 mit dem Bau dieser Maschine beschäftigt hatte. Sie wurde 1892 patentiert und ab 1896 von der Oliver Typewriter Company, Woodstock, USA produziert.



Abbildung unten: Oliver Typewriter Company, Woodstock, USA um 1910.




 
 



 

Die Typenträger waren in Gestalt von Bügeln links und rechts stehend neben der Schreibwalze angeordnet und schlugen von oben auf die Walze. Die Typenbügel waren so eingebaut, daß die äußeren Bügel über die innen gelagerten hinwegschlugen. Die "Oliver" hatte keinen Zeilenschalthebel, da die Typenbügel über die Walze ragten und einem bei anderen Maschinen üblichen Hebel im Weg standen. Als Zeilenschalter fungierte statt dessen der linke Walzendrehknopf. Der Wagen wurde mit dem Walzendrehknopf zurückgeschoben; dabei wurde der Walzendrehknopf hineingedrückt und die Zeilenschaltung ausgelöst.




 



 

Die Maschine hatte links und rechts einen Handgriff, um sie besser anfassen und bewegen zu können. Der Wagen war ohne Lösen einer Schraube entnehmbar, indem man die Leertaste und gleichzeitig den Auslöseknopf drückte und den Wagen nach links herauszog. Neu an der "Oliver 5" war u. a. ein Linienzieher, der am obersten Bügel rechts angebracht war. Er wurde heruntergeklappt und ein durchgeführter Stift gegen die Walze gedrückt, die je nach gewünschter Linie nach links oder rechts geschoben oder gedreht wurde.

Das Tastenfeld bestand aus 28 Tasten in drei Reihen und hatte doppelte Umschaltung (Dritteltastatur). Die Maschine verursachte weniger Geräusch als die sonstigen zu dieser Zeit auf dem Markt befindlichen Schreibmaschinen. Sie hatte jedoch den Nachteil, daß die zunächst sichtbare Schrift beim Weiterrücken des Wagens durch den linken Typenbügelflügel verdeckt wurde.

Trotzdem fand die "Oliver" großen Anklang und wurde in Woodstock bis 1928 gebaut. Der Kaufpreis der hier vorgestellten "Oliver 5", die von 1907 bis 1917 hergestellt wurde, lag in den USA bei 100 Dollar. Ab 1929 erfolgte die Produktion der "Oliver" in London, bei den späteren Modellen 15 und 16 unter der Bezeichnung "British Oliver". Im Jahr 1931 wurde die Herstellung der "Oliver" eingestellt.

Auch in Deutschland - wo sie auch unter der Bezeichnung "Stolzenberg" angeboten wurde - fand die "Oliver" einen Käuferkreis.

In Österreich wurde die "Oliver 3" in Lizenz nachgebaut und als "Courier" verkauft.


Abbildung unten: Patentzeichnungen zur "Oliver".




 



 
Oliver 5 (ab 1907)    
Farbbandmechanik Aufschrift (Patente) Funktion des Anschlags



 

Maschinendaten:
Bezeichnung: Oliver 5
Technik: Typenbügelmaschine mit Oberaufschlag, Dritteltastatur
Erscheinungsjahr: 1907
Hersteller: Oliver Typewriter Company, Woodstock, USA
Konstrukteur: Thomas Oliver
Seriennummer: 376263
Baujahr: 1914


- - -
Weitere Maschinen, die von Thomas Oliver konstruiert wurden:
Courier
- - -


Nächste Maschine>

Übersicht Schreibmaschinen >




 

Quellen: Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Verlag Johannes Meyer, Pappenheim, 5. Aufl. 1934; Kunzmann, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro, Merkur-Verlag, Rinteln 1979; Internetseite www.officemuseum.com 2005

(005S400404-1004-23.11.2005-0906-1107-0508-0512)




 

- Sammlung Arnold Betzwieser -




 

(1113-1-2753)