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KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK"

Triumph

Typenhebelmaschine aus der Anfangszeit
des bekannten Büromaschinenherstellers
aus Nürnberg.


Erscheinungsjahr: 1909
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Triumph (ab 1909)   Nächste Maschine>
     



 

Die "Triumph-Werke Nürnberg A.G." gingen zurück auf den Nürnberger Kaufmann Siegfried Bettmann, der 1884 nach England auswanderte und 1889 in Coventry eine Fahrradfabrik, die "Triumph Cycle Company Limited", gründete. Im Jahr 1896 errichtete Bettmann in Nürnberg zusammen mit Nürnberger Investoren eine Tochtergesellschaft, die "Deutsche Triumph-Fahrradwerke Aktiengesellschaft".




 

Die Gesellschaft wurde zu einem der führenden Unternehmen in der Fahrrad- und (ab 1903) Motorradfertigung. Ab 1909 kam die Schreibmaschinenproduktion hinzu, nachdem man die Herstellungsrechte an der von Carl Fr. Kührt konstruierten "Norica" erworben hatte. Im Jahr 1911 wurde umfirmiert und aus der "Deutschen Triumph-Fahrradwerke Aktien-Gesellschaft" entstanden die "Triumph-Werke Nürnberg A.G.".

Paul Grützmann, der auch "Stoewer"-Maschinen konstruiert hatte, überarbeitete die "Norica" zur "Triumph", die ab 1910 verkauft wurde.




 
 

Die "Triumph" war eine Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag und einfacher Umschaltung ("Halbtastatur"). Sie hatte vier Tastenreihen mit 44 Tasten und 88 Zeichen. Sie gehörte zu den erstklassigen Schreibmaschinen und arbeitete nach dem "Underwood-Prinzip".




 



 

Die Maschine war mit einem zweifarbigen Farbband ausgestattet. Die Farbe konnte mittels eines auf der linken Seite der Frontplatte befindlichen Hebels ausgewählt werden. Die Umschaltung des Farbbandes erfolgte noch nicht automatisch, sondern mußte per Hand durch Betätigung eines an der linken und rechten Seite der Maschine befindlichen Knopfes vorgenommen werden. Wenn eine Spule leer war, wurde der Schreiber durch ein Glockensignal darauf aufmerksam gemacht.




 



 

Das hier vorgestellte Modell der "Triumph Standard" wurde 1927 für 440 Mark verkauft. Im selben Jahr kam anschließend als Nachfolgemaschine das Modell 10 auf den Markt, das bis 1935 gebaut wurde.




 



 

Die Triumph-Werke wurden 1956 von Max Grundig gekauft und fusionierten anschließend mit dem, ebenfalls von Grundig gekauften Frankfurter Motorrad- und Büromaschinenhersteller "Adler". Produziert wurden nunmehr ausschließlich Büromaschinen unter dem Fabrikat "Triumph-Adler".

"Triumph-Adler" wurde 1968 an den amerikanischen Litton-Konzern verkauft, 1979 an das Volkswagenwerk und schließlich 1986 an den italienischen Büromaschinenhersteller Olivetti. Seit 1994 gehört die "Triumph-Adler AG" einer Investorengruppe aus Banken und Privatpersonen. Unternehmensgegenstand ist heute insbesondere der Vertrieb und Service im Bereich Drucken, Kopieren, Faxen und Archivieren für professionelle Anwender.




 
Triumph (ab 1909)    
     



 

Maschinendaten:
Bezeichnung: Triumph
Technik: Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag und einfacher Umschaltung
Erscheinungsjahr: 1909
Hersteller: Triumph-Werke Nürnberg A.G., Nürnberg
Konstrukteure: Carl Fr. Kührt, Paul Grützmann
Seriennummer: 54548
Baujahr: 1927




 
 

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Weitere Maschinen von Triumph:
Triumph Norm 6
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Weitere Maschinen des Konstrukteurs Paul Grützmann: Kanzler IV, Stoewer 4, Stoewer Record, Stoewer Elite
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Weitere Maschinen des Konstrukteurs Carl Friedrich Kührt:
Minerva
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Quellen: Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Verlag Johannes Meyer, Pappenheim, 5. Aufl. 1934; Kunzmann, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro, Merkur-Verlag, Rinteln 1979; Handbuch der Büro-Maschinen, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin 1928; Internetseite der Triumph-Adler AG, www.triumph-adler.de 2005

(026S100091-0505-01.10.2005-1205-0208-1211)




 

Arnold Betzwieser - Steuerberater-Rechtsbeistand - Miltenberg