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KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK"

Regina VII

Erste deutsche Schreibmaschine
nach dem Underwood-Prinzip.

Erscheinungsjahr: 1923

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Regina VII (ab 1923)   Nächste Maschine>
     



 

Im Jahr 1902 erwarb die Eisengießerei und Maschinenfabrik Schilling & Krämer in Suhl (Thüringen) die Patente an der "Germania". Heinrich Schweitzer überarbeitete die Maschine und brachte sie ab 1904 unter der Bezeichnung "REGINA" auf den Markt.

Die "REGINA" war die erste deutsche Schreibmaschine nach dem Vorbild der "Underwood". Sie war als Sichtschriftmaschine mit Vorderaufschlag und einfacher Umschaltung (Halbtastatur) konstruiert.

Wie ihr Vorbild hatte die "REGINA" ein stehendes Segment mit waagrecht davorliegenden Typenhebeln, sowie eine Universaltastatur. Die Typenhebel fielen nach dem Aufschlag durch ihr eigenes Gewicht in ihre Ausgangsstellung zurück, so daß Rückholfedern nicht erforderlich waren.




 

Als Besonderheit hatte sie einen hochklappbaren Wagen, was das Auswechseln des Farbbands und die Reinigung der Maschine erleichterte.

Abbildung rechts: "REGINA VII" mit hochgeklapptem Wagen.




 
 

Das hier vorgestellte Modell VII kam im Jahr 1923 in den Handel. Es war mit einem verbesserten Kolonnensteller ausgestattet und hatte 45 Tasten für 90 Schriftzeichen. Die "REGINA" wurde bis 1932 gebaut. Der Verkaufspreis lag 1927 bei 420 Mark.

Abbildung unten: Beschriftung der Papierauflage.




 



 

Die Eisengießerei Schilling & Krämer in Suhl in Thürningen war im Jahr 1863 durch die Gesellschafter Christian Schilling und Robert Krämer gegründet worden. Unternehmensgegenstand war ursprünglich insbesondere die Fabrikation von Maschinen und Werkzeugen für die Waffenherstellung. Im Jahr 1902 nahm die Gesellschaft als weiteren Geschäftszweig die Produktion von Schreibmaschinen hinzu und begann unter Heinrich Schweitzer mit der Konstruktion. In 1904 kam die erste "Regina" auf den Markt. Es folgten mehrere Modelle bis zur "Regina VII", die im Jahr 1923 herauskam. Den Vertrieb der Schreibmaschinen in Deutschland, Österreich und den angrenzenden Ländern hatte 1908 Keltz & Meiners in Berlin übernommen. In der Folge der Weltwirtschaftskrise von 1929 stellte Schilling & Krämer im Jahr 1932 die Produktion ein.




 

Maschinendaten:
Bezeichnung: Regina VII
Technik: Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag u. einfacher Umschaltung
Besonderheit: Hochklappbarer Wagen
Erscheinungsjahr: 1923
Hersteller: Schilling & Krämer, Suhl (Thüringen)
Konstrukteur: Heinrich Schweitzer
Seriennummer: 24704
Baujahr: 1925




 
 

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Weitere Maschinen des Konstrukteurs Heinrich Schweitzer:
Rheinmetall, Urania
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Quellen: Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Verlag Johannes Meyer, Pappenheim, 5. Aufl. 1934; Kunzmann, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro, Merkur-Verlag, Rinteln 1979; Handbuch der Büro-Maschinen, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin 1928; Dingwerth, Die Geschichte der deutschen Schreibmaschinenfabriken, Band 2, Verlag Kunstgrafik Dingwerth GmbH, Delbrück 2008; Ulbrich, Kleine Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine, Fachbuchverlag GmbH Leipzig 1953; Scholz, Die Schreibmaschine und das Maschinenschreiben, Verlag Teubner, Leipzig u. Berlin 1923

(078(
027)S200089-1005-25.10.2005-0906-1108)




 

Arnold Betzwieser - Steuerberater-Rechtsbeistand - Miltenberg