 |
 |
 |
KLEINE AUSSTELLUNG "HISTORISCHE BÜROTECHNIK" |
 |
Hammond 2
|
Frühe sichtbar schreibende amerikanische "Typenschiffchen-Schreibmaschine" mit halbrunder Tastatur.
Erscheinungsjahr: 1893 >>
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die "Hammond" gehörte zu den ersten sichtbar schreibenden Maschinen. James B. Hammond hatte sie konstruiert; hergestellt wurde sie von der Hammond Typewriter Co. in New York. Im Jahr 1880 kam Modell 1 auf den Markt. Die hier vorgestellte "Hammond 2" folgte im Jahr 1893. Als Typenträger diente ein sog. "Typenschiffchen" (halbkreisförmiger Metallträger) mit drei Reihen Schrifttypen aus Hartgummi.
Die Maschine besaß eine zweireihige "Idealtastatur" mit 30 Holztasten. Die Zeichenfolge entsprach somit noch nicht der später üblichen "Universaltastatur". Die Buchstaben waren nach der Häufigkeit angeordnet und so verteilt, daß auf die rechte Hand die häufiger vorkommenden Zeichen entfielen. Mit jeder Taste konnten mittels doppelter Umschaltung drei verschiedene Zeichen geschrieben werden (sog. Dritteltastatur).
Beim Anschlagen einer Schreibtaste drehte sich das Typenschiffchen soweit, bis es von einem Metallstift, der bei Tastenanschlag angehoben wurde, an der richtigen Stelle aufgehalten wurde. Bei Betätigung einer Umschalttaste wurde das Typenschiffchen bis zur nächsten bzw. übernächsten Zeichenreihe angehoben. Dann wurde das Papier (!) samt Farbband von einem Schlagbolzen, dem sog. Druckhammer, von hinten gegen die Type geschlagen, wodurch das entsprechende Zeichen auf der Vorderseite des Papiers zum Abdruck gelangte.
Abbildung unten: Druckhammer (14), Typenschiffchen (114), Farbband (84).
|
|
|
|
|
|
Das zu beschreibende Papier wurde von oben in einen Drahtkorb eingeführt, der im Wagen integriert war. Da der Drahtkorb an beiden Wagenseiten offen war, konnte theoretisch Papier von unbeschränkter Breite verwendet werden. Beim Schreiben wurde es dann bei Betätigung des Zeilenschalthebels von zwei Transportwalzen nach oben geschoben.
|
|
|
|
|
Eine Schreibwalze wurde wegen der angewandten Druckhammer-Schreibtechnik nicht benötigt. Durch den von hinten auf das Papier schlagenden "Druckhammer" sollte ein stets gleichmäßiger Anschlag erreicht werden.
Die Maschine wurde auch in Deutschland verkauft und benutzt.
|
|
|
|
Hammond 2 (ab 1893) |
|
|
|
|
außergewöhnliche Papierführung |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
halbrunde Tastatur |
"Türmchen" mit Typenschiffchen |
Druckhammer an der Rückseite |
|
|
|
Maschinendaten: Bezeichnung: Hammond 2 Technik: Typenschiffchen-Maschine mit doppelter Umschaltung Besonderheiten: Druckhammer-Schreibtechnik, halbrunde Tastatur Erscheinungsjahr: 1893 Hersteller: Hammond Typewriter Co., New York Konstrukteur: James Hammond Seriennummer: 56350
|
|
|
|
|
- - - Weitere Hammond Schreibmaschinen: Hammond Multiplex Folding - - -
Nächste Maschine>
Übersicht Schreibmaschinen >
|
|
|
Quellen: Müller, Schreibmaschinen und Schriften-Vervielfältigung, Verlag der Papier-Zeitung, Berlin 1900; Kunzmann, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro, Merkur-Verlag, Rinteln 1979; Robert, The Virtual Typewriter Museum, www.typewritermuseum.org 2004; the typewriter database, www.tw-db.com 2004
(011S400308-1204-13.11.2005-0406-0907-1007)
|
|
|
Arnold Betzwieser - Steuerberater-Rechtsbeistand - Miltenberg
|
|
|
|